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Und neue HITS soll es natürlich auch geben..
Brother Wallace - Electric Love
White Denim - (God Created) Lock And Key
Donna Savage & Chilly Gonzales - Neue Männer
Mattiu - Da Casa (Live im GOLD)
Melina Nora - Sigarett
Courtney Barnett & Waxahatchee - Site Unseen
SAULT - Good Things Will Come After The Pressure
OMA & eqt - Stress in deiner Mediathek
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Nur Liebe von Ueli & Winson
Transkript anzeigen
00:00:00: Goldstückli, Ahoi.
00:00:03: So, da sind wir wieder, Uli Efliger.
00:00:04: Schönes
00:00:05: Ding.
00:00:05: Ja,
00:00:05: wenn's auch, finde ich auch.
00:00:06: Schöne Mütze.
00:00:07: Eine Stücklimütze.
00:00:09: Sehr gut.
00:00:09: Gibt's auch zum Merchandise, oder was?
00:00:11: Wo gibt's die weißen Jeans, die White Danims, die du anhasst?
00:00:13: Die hören
00:00:14: wir uns gleich an mit deinem Song
00:00:15: von White Danims.
00:00:41: Ladies and gentlemen, non-binary, listeners, Brüder und Schwestern, mein Name ist Vincent und ich begrüße euch gemeinsam mit meinem Kollegen Ulle Hefliger zu einer weiteren Ausgabe von Goldstückli Ahoy.
00:00:52: Hallo!
00:00:53: Hallo Vincent!
00:00:55: Bonjour!
00:00:57: Ja, das ist so übereinander, ineinander übergegangen wie die Musik bei Apple Music.
00:01:01: Ich habe diese Woche zum ersten Mal ohne Spotify die Sendung hier vorbereitet, weil ich ja das Konto gekündigt habe.
00:01:07: Wir können ja nicht sagen, Spotify ist nicht mehr so gut und dann einfach weiter Geld beweisen an Daniel Eck.
00:01:12: Wir haben also gekündigt und was hatte das zur Folge?
00:01:15: Ich musste in dieser Woche zum ersten Mal ausschließlich mit Apple Music und anderen Plattformen mich vorbereiten.
00:01:20: Wie hat sich das angefühlt?
00:01:21: Gut, aber um jetzt die Story noch zu Ende zu erzählen, ich habe bei Apple Music aus Versehen einen Knopf gedrückt, der sozusagen die Stücke ineinander übergehen lässt und das ist zum Teil richtig gut.
00:01:32: Ja, wirklich?
00:01:32: Ja, da macht die AI so mit und plötzlich hörst du im letzten Drittel von, weiß ich, von der Nummer von Salt, hörst du plötzlich einen Deutschrapper, der da nie vorkommen würde, weil die einfach nichts miteinander zu tun haben.
00:01:43: und es wird dann aber auch so tempomäßig angeglichen und so.
00:01:46: Plötzlich wird das Stück schneller, damit da hinten dran der Rap passt und so.
00:01:49: Oha.
00:01:51: So DJ-Übergänge,
00:01:52: fand ich ganz
00:01:55: geil.
00:01:56: Und um die Frage auch noch zu beantworten, hat sich gut angefühlt.
00:01:58: Es ist einfach wirklich anders und man sieht auch nicht ständig, wie viel Place das Lied schon hat.
00:02:03: Es ist nicht irgendwie so undurchsichtig vorkurratiert wie auf den New Music Friday Listen von Spotify.
00:02:10: Also ich fand es ganz geil.
00:02:12: Es war wie ein anderer Job eigentlich.
00:02:14: Ja, ja, it's a new job.
00:02:16: Find ich auch.
00:02:17: Ich bin jetzt zu Title gewechselt.
00:02:18: Ich hab mir das Title-Abo gegeben.
00:02:21: Das ist in der Playlist-Übersicht ein bisschen angenehmer noch.
00:02:25: Bei Apple finde ich das Playlist gestalten so ein bisschen holprig noch.
00:02:30: Man muss sich einfach umgewöhnen.
00:02:32: So wie damals von Myspace nach Facebook, dann von Facebook nach Instagram.
00:02:36: Man musste immer so neue Move lernen.
00:02:38: Aber der Myspace-Facebook-Jump, der war krass.
00:02:40: Ja, der war krass.
00:02:42: Myspace war echt krass.
00:02:42: Da waren
00:02:42: wir auch noch jung, weißt du.
00:02:44: Und jetzt sind wir alte Männer, von daher sind wir auch nicht mehr so flexibel im Kopf.
00:02:49: Ich glaube, das würde ich jetzt gar nicht behaupten.
00:02:50: Myspace war halt einfach... Noch so ein Entwurf vom Internet, wo man echt freundlich zueinander war.
00:02:57: Ja,
00:02:57: ja, voll.
00:02:58: Also so achtzig Prozent der Nachrichten oder neunzig Prozent der Nachrichten, die mich da erreicht haben oder Kritikpunkte an meinen Songs, also das war alles irgendwie positiv.
00:03:05: Ja, und wenn man sich vorstellt, dass Mark Zuckerberg dann wirklich der erste Freund wäre auf deinem Facebook-Profil, das ist schon so ein bisschen cringe.
00:03:11: Da ging es schon los.
00:03:13: Obwohl Tom bei Myspace war ja das gleiche Spiel.
00:03:15: Eben,
00:03:15: deswegen meinte ich ja, aber da war es ja noch sympathisch.
00:03:18: Ja, das stimmt.
00:03:19: Aber cool mit der Freundesliste da.
00:03:20: Das war schon schön.
00:03:22: Wir gehören zu den ersten Freunden des nun folgenden Künstlers.
00:03:24: So möchte ich einfach mal eine Überleitung gestalten an dieser Stelle.
00:03:27: Die ist sehr gelungen.
00:03:29: hat auch weitsgemäße, wie soll man sagen, Anteile.
00:03:33: Denn Brother Wallace, mit dem es jetzt hier losgeht, der hat noch gar nicht so viele Fans.
00:03:36: Der ist noch ganz am Anfang, die zweite Single ever ist jetzt gerade rausgekommen unter der Überschrift Electric Love.
00:03:43: Der erste Freund, den er hatte oder immer noch hat, ist Dan Taylor von The Heavy.
00:03:47: Der Heavy kannst du nicht noch erinnern?
00:03:48: Natürlich.
00:03:49: Eine Superband.
00:03:50: Eine wahnsinnig tolle Band, die es geschafft hat, Soul-Informationen aus den Sechziger, Siebzigern hinüber zu transportieren in die Gegenwart.
00:03:58: und mit einem Sound zu versehen, der gleichzeitig Old School und New School war, also retrofotoristisch.
00:04:04: Und diesen Sound, genau diesen Sound, eigentlich hört man jetzt auch bei Brother Wallace.
00:04:08: Ja, total.
00:04:09: Und hier bei Brother Wallace, aber cool, das sind People of Color quasi... durchs Mikro sinkt und uns ansinkt und das Lied auch komponiert hat, was ja bei der Heavy immer noch so ein bisschen weiß durchgeschimmert hat, wo man dachte, ja, ja, hier steht schon auf die schwarze Musik, aber ihr seid da auch einfach weiße Dudes.
00:04:26: Vielleicht so cultural appropriation.
00:04:28: Ja,
00:04:28: genau, schon ein bisschen.
00:04:30: Dieser Mann hier kommt aus West Point in Georgia und hat seitdem er elf Jahre alt war, auf Bühnen gestanden, er ist da in der Kirche auf ein Klavier rumgespielt, wie es halt so ist in den Vereinigten Staaten, oder oft so ist, gerade für dann in Gospelchurches abhängen.
00:04:47: Das hat er gleich gemacht als Kind, dann hat er aber auch schon im Madison Square Garden gestanden als Backing-Sänger und auch Dan von The Heavy hat er als Backing-Sänger kennengelernt.
00:04:55: Er war nämlich mit The Heavy auf Tour in der zweiten Reihe.
00:04:57: Das war es.
00:04:58: Mit dem Gesangsmikrofon vor der Nase.
00:05:01: Und was hier auch noch interessant ist, ist neben dem retrofutteristischen Soundbild die Tatsache, dass sich Brother Wallace, der viel Good-Music verschrieben hat.
00:05:09: Das ist ja in Zeiten von Eis und einem auf strebenden Faschismus in den Vereinigten Staaten.
00:05:16: Eine Entscheidung, die man erst mal vielleicht kritisch betrachten möchte.
00:05:19: Auf der anderen Seite denkt man sich aber auch, warum soll man sich erstens die Laune verderben lassen?
00:05:24: Von Rechten und Zweitens.
00:05:27: Was bringt es, quasi diese Lage eins zu eins direkt in Songs zu übersetzen?
00:05:33: Wahrscheinlich nicht so viel.
00:05:34: Brother Wallace hat sich so ein bisschen entschieden für die innere Emigration, also für das sich verstecken vielleicht vor der Situation da draußen.
00:05:41: in sich selber und macht aber dazu dann einen Soundtrack, der sich zum Tanzen eignet, aber dann im Endeffekt, und das ist das Interessante, auch wieder dazu auf die Straße zu gehen und Plakate hoch zu halten, auf denen Fuck Eis steht.
00:05:53: Da muss ja nicht noch Fuck Eis aus den Boxen, Ballern, Ballern, sondern da kann Electric Love laufen von Brother Wallace, so wie jetzt sind hier bei Goldstückli auch heute.
00:08:54: Brother Wallace.
00:08:55: Ich bin der Meinung, das wird noch groß, riesengroß vielleicht sogar, denn The Heavy haben es ja geschafft sich internationalen Namen zu erspielen.
00:09:01: Der Sound ist gut.
00:09:02: Der Sound ist auch einer, den wir gerade brauchen.
00:09:04: Insofern, die Props gehen raus und die guten Wünsche auch an Brother
00:09:08: Wallace.
00:09:09: Diese Wut, von der du gesprochen hast gegenüber den aktuellen Entwicklungen, ist auch eine, die sich durchs nächste Lied ziehen könnte oder durchs nächste Album, was wir euch vorstellen wollen, würden von White Denim.
00:09:21: Das ist eine Blues Rock in die Rock-Kapelle aus mittlerweile Los Angeles um James Petrallirom.
00:09:29: Die dreizehnte Platte von Weiternem ist in den Startlöchern.
00:09:32: Es fertig und wird Ende April erscheinen.
00:09:35: Eine Band, die ich immer so von der Seite her betrachtet habe, aber mich nie so richtig reingekniet habe, was ich jetzt vermisse.
00:09:45: Weil ich hab die so lieben gelernt in den letzten achtundvierzig Stunden, dass ich irgendwie denke, so Ueli, where were you?
00:09:52: So, wo ich irgendwie dachte, so White Danim, wie geil ist denn bitte diese Band?
00:09:55: Deswegen hast du heute eine weiße Jeans an.
00:09:57: Ja, genau, deswegen.
00:09:59: Ich hab meine Einzige, die trage ich einmal im Jahr, wenn ich irgendwie finde, okay, heute ist Miami-Vice-Style, dann nehme ich die raus.
00:10:06: Und jetzt passt sie aber sehr viel besser zu der Band um Champs Petralli rum.
00:10:09: White Danim, ich liebe euch.
00:10:10: Also, das ist ja wirklich ein krasser Song und Wut ist das Stichwort.
00:10:15: dass ich von der ersten Sekunde an durch diesen Song ziehe.
00:10:17: Das Intro klingt schon nach einer Free Jazz Band, die sich quasi ... in ihrer Wut verloren hat, wo auch keiner weiß, wo die eins ist, weil alle so wütend sind.
00:10:28: Ja, total.
00:10:29: Und dann geht das aber über in so ein Groove mit Kugelokke und mit einem Basslauf und einer Gitarre, die alle was anderes spielen, fast schon so polyrhythmisch.
00:10:37: Und dann ein Gesang obendrauf, der so wild ist und so bluesy und so angezehrt, das
00:10:41: ist toll.
00:10:41: Ja, eben, Captain B-Fahrt am Anfang und dann wird es ganz schnell, John Spencerisch und die Blues Explosion könnte dieses Stück hier auch intoniert haben.
00:10:50: Ich finde es großartig.
00:10:51: Der Anfang, on the thirteenth day, created by Denim.
00:10:56: macht einfach alles klar in diesem Song.
00:10:57: und wenn Chance Petralli dann reinkommt mit happy to repeat it, please remain seated.
00:11:02: Und was er dann irgendwie zusammen reimt, ist einfach ein Ergust vor dem Herd und ich freue mich sehr.
00:11:07: Voll.
00:11:08: Und dann immer wieder, wenn man denkt, jetzt habe ich das Lied verstanden, jetzt weiß ich ungefähr, was als nächstes kommt, passieren unerwartete Dinge.
00:11:13: Und da kann man dann neben den Beef Hearts und den ganzen T-Racks oder alten Old School Bluesern aus den Siebzigern, die hier wirklich auch vorkommen, neben all denen muss man dann vielleicht auch Frank Zapper erwähnen.
00:11:24: Oh ja, gut.
00:11:25: Freaks sind ähnlich wie bei Frank Zepper extrem komplex und dann doch irgendwie so nachvollziehbar, dass es immer noch Pop ist.
00:11:31: Ja
00:11:31: und nicht nur die Wut durchzieht irgendwie diese neue Album von White Denim, sondern auch seine Liebe zu seiner Familie erfindet.
00:11:38: Er musste jetzt nach zwölf Alben mit White Denim auf dem dreizehnten Album nicht nur seinen Geburtstag huldigen, er ist nämlich am dreizehnten August geboren, sondern auch seine Familie, seine Frau und seine Kinder und denen sagen, mit dieser Kunst zelebriere ich quasi unser Familienleben und zeige euch, dass ihr die wichtigsten Menschen in meinem Leben seid.
00:11:57: Okay,
00:11:58: das wird vielleicht bei den anderen Songs ein bisschen mehr durchschimmern, die auf der Platte sind.
00:12:01: Hier hört man primär Wut.
00:12:04: Der Sänger selbst, James Petralli, sagt auch zum Song, Das Ding hier ist mein Weg zu sagen, fuck it.
00:12:11: White Danim mit God created Lock and
00:14:09: Key.
00:15:45: Das ist die neue Single gewesen von White Denim, Godcreated, Lock and Key.
00:15:49: Ein Vorbruder.
00:15:49: zu ihrer dreizehnten Platte, die auch so heißt, Thirteen, kommt am vierundzwanzigsten April und nur schon der Schluss des Groß.
00:15:56: Ask me how you doin',
00:15:57: fantastic man!
00:15:58: Das ist wahnsinnig gut.
00:15:59: Ich lief's.
00:16:00: Jungs plus a blues explosion, müssten wir hier eigentlich auch mal spielen, mal ein
00:16:04: Stück.
00:16:04: Ja.
00:16:05: Wobei die, ja genau das haben, missen lassen, was mich hier so überzeugt, nämlich dieses ganz schräge und diese unerwarteten Breaks und so was.
00:16:13: Also da war ja die John Spencer Blues Explosion einfach auch primär das, was obendrauf stand, als Überschrift, weiß ich meine.
00:16:21: Aber trotzdem auch geil, stimmt schon.
00:16:24: Weiter geht's im Programm mit ... großem orchester und sprechgesang.
00:16:30: so kann man es glaube ich zusammenfassen.
00:16:32: nachdem wir uns gerade in der blues und rock welt bewegten geht es nun in die welt das rap und in die welt Ja, der Kammermusik kann man schon fast sagen.
00:16:43: Es haben zusammengefunden Donna Savage aus Wien und Chili Gonzales, der ehemalige President of the Berlin Underground, der uns als Rapper in den Nullerjahren extrem amüsierte und der dann natürlich in den Folgejahren auch als Pianist und als Mann der Hochkultur für Furore sorgte.
00:17:02: Alle lieben Chili Gonzales.
00:17:04: Du kannst die Popper fragen oder auch die Klassiker und die Pianisten und die Violinistinnen alle sind.
00:17:10: So Chili-Fan, weil der Typ es einfach drauf hat, weil der Typ es auch schafft, Emotion und Können miteinander zu verbinden, ohne dass man irgendwie denkt, also bei so Leuten, die besonders viel können, denkt man ja manchmal so, da ist das Fühling, der Frühling verloren gegangen.
00:17:26: Ich fühle
00:17:26: das Fühling.
00:17:27: Das
00:17:27: Gefühl verloren gegangen.
00:17:29: Oder Leute, die zu viel Gefühl reinpacken, denken, der könnte vielleicht noch mal üben.
00:17:32: Und das ist halt bei Chili Gonzales überhaupt nicht der Fall.
00:17:35: Und deiner Savage, Donna Savage, Entschuldigung, ist als Wiener MC'in auch schon seit einigen Jahren unterwegs.
00:17:43: Sie hat sich mit Chili Gonzales im Sommer auf eine Bühne begeben in Wien im Staatstheater.
00:17:49: Und dort haben sie dieses Lied zum ersten Mal gemeinsam performt.
00:17:52: Es war klar, es gibt so eine Pianosession mit MC's.
00:17:55: Und Donna sagte, ich möchte jetzt nicht einen alten Text von mir vortragen, sondern ... Ich werde was Neues schreiben, genau für diesen Abend.
00:18:01: Und sie hat sich auch gedacht, ja so Angeber und Austeilertexte kann ich irgendwie im Schlaf.
00:18:05: Ich muss jetzt mal was anderes schreiben.
00:18:07: Und so kam das Stück Neue Männer zustande.
00:18:10: Kennt gelernt haben sie sich ja beim Pianoscypher von Diffuse.
00:18:14: Das Musikmagazin hat so eine halbstündige... Chili Gonzales Piano Session irgendwie kuratiert, wo ganz viele namhafte MCs sich gezeigt haben, Wassermann war mit dabei, Blade hat mitgemacht, Vega und eben auch Dona Savage.
00:18:28: Da haben sie sich kennengelernt und daraus resentierend ist dann quasi jetzt neue Männer entstanden.
00:18:32: Ja.
00:18:32: Und ich finde das so geile Freundschaft.
00:18:34: Voll gut, das Defuse-Magazin auch extrem stolz, in jedem Artikel wird das behauptet, dass sie dran schuld sei und kein anderer, dass dieses Lied entstanden ist.
00:18:42: Lass mir das einfach mal so stehen.
00:18:44: Neue Männer erinnert
00:18:45: viele
00:18:47: der Menschen, die schon ein paar Jahre länger auf diesem Planeten weilen, vielleicht auch an den Ina-Deta-Hit aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr,
00:18:59: aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem
00:19:01: Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, aus dem Jahr, so gut klappt.
00:19:16: Und jetzt hat sich Donna Savage eben diesem Problem nochmal angenommen und sie hat quasi die gleichen Worte nochmal an die Wände gesprüht, aber mit einem anderen Style.
00:19:25: Weil die eben auch im Graffiti zu Hause ist und in der Grafikdesign-Ecke, weißt du?
00:19:31: Wenn die das nochmal an die Wand sprüht, denkt man so, oh, auch ein geiles Tag irgendwie.
00:19:34: Nicht nur der Inhalt ist geil, sondern auch der Style ist geil.
00:19:38: Ja,
00:19:38: das passt halt hier auch wieder
00:19:40: dazu.
00:19:40: Weil sie uns mit ihrem Style eine durchaus wichtige Message nochmal auf die Nase drückt, nämlich es muss sich immer noch einiges ändern.
00:19:50: Es heißt im Song, und das ist vielleicht auch der wichtigste Part an einer Stelle, ob Pay Gap, Belästigung oder sexistische Werbung.
00:19:57: Trotz Vergewaltigung gibt es nur eine milde Bewährung.
00:20:01: Der Arme, sonst kostet es ihn ja seinen Beamtenstatus, Leben zu ficken, also okay, solange man es euch nicht antut.
00:20:09: Das sind klare Worte.
00:20:11: Wie gesagt, die Original-Version ist entstanden im Wiener Staatstheater Live auf der Bühne und dann haben sie das noch mal Besasian im Studio aufgenommen.
00:20:19: Donna Savage, ich freue mich auf mehr noch in diesem Jahr.
00:20:22: Die tiefste weibliche Stimme im Deutschrap aus Wien jetzt und hier bei Goldstückler.
00:20:27: Hi, Donna Savage und Chili Gonzalez mit Neue Männer.
00:20:35: Blaste ist auf Ghetto-Blastern, Frauen wie uns braucht dieses Land.
00:20:41: Scheib ist groß aufs Siedelblatt, neue Männer braucht das was.
00:20:47: Meine Worte wie Benzin, die ich in das große
00:20:50: Feuer kipp.
00:20:54: Wir scheißen uns nicht sehr, die Karten werden
00:20:57: neu gemischt.
00:21:01: Mama hat mir beigebracht, meine Klappe aufzumachen.
00:21:04: Scheiß auf, was sie sagen.
00:21:05: Ruhig grad zeigen, bin so aufgewachsen.
00:21:07: Das ist normal für mich, das ist normal für jede
00:21:10: Frau.
00:21:10: Denn ich musste zehnmal so
00:21:12: viel können
00:21:12: für denselben Applaus.
00:21:13: Was wir verstecken, wir sind die Hälfte der Welt.
00:21:16: Immer weiter nach oben, auch wenn es euch nicht gefällt Such gerate Linie, jedoch vieles läuft noch verkehrt.
00:21:23: Bei dem was so passiert, haben für mich Worte kein Wert.
00:21:26: Opäge, Belästigung oder sexistische Werbung.
00:21:29: Trotz Vergewaltigung gibt's nur eine milde Bewährung Der Arme, sonst kostet es den ja seinen Beamtenstatus Leben zu ficken.
00:21:37: Also okay, solang man's euch nicht amtut.
00:21:42: Blaster ist auf Ghetto Blaster,
00:21:44: Vom wie uns braucht
00:21:45: dieses Namens.
00:21:49: Scheib ist groß aufs
00:21:49: Zitelblatt, neue Männer braucht das Land.
00:21:55: Meine Worte wie Benzin, die ich in das große Feuer kipp.
00:22:01: Wir scheißen uns nix, die Karten werden neu gemischt.
00:22:08: wenn ich mich so umschau, möchte ich am liebsten kotzen.
00:22:11: doch ums hinzunehmen ist in meinem herzen zu viel trotz und das system ist am
00:22:15: arsch.
00:22:15: doch ich weiß wir können das besser.
00:22:18: ich muss das laut sagen.
00:22:19: wofür bin ich sonst
00:22:20: rapper?
00:22:20: in der
00:22:21: schule wurde ich gefragt was ich
00:22:23: mal werden will war damals zehn jahre alt sagte
00:22:25: laut für minnesz ha, das ist aber kein
00:22:28: beruf erklärt mir meine lehrerin
00:22:30: heut mach ich genau das und spiel pausen los gigs ja lichter nach oben und wir schließen uns zusammen.
00:22:36: dieses land braucht frischen Wind und mehr junge Gedanken.
00:22:39: Jede Frau wird heute zu meiner Schwester
00:22:42: in diesem Land.
00:22:43: Mir egal wer du bist, ich rechte
00:22:45: heute meine Hand.
00:22:49: Blaster ist auf Ghetto Blaster,
00:22:51: Frauen wie uns braucht dieses Land.
00:22:56: Scheib ist groß aufs Siedelblatt, neue Männer braucht das Land.
00:22:59: Meine Worte wie Benzin, die ich in das große Feuer kipp.
00:23:08: Wir scheißen uns nix, die Karten werden neu gemischt.
00:23:17: Donna Savage mit neuen Männer Chili Gonzalez als neuer Mann am Piano im Hintergrund zu hören und auch natürlich mit dem Arrangement.
00:23:27: Wahnsinnig gut.
00:23:28: Ja, könnte man auch hoffen, dass da noch mehr kommt von den beiden.
00:23:31: Also ich glaube, dass das erste Anfang ist.
00:23:33: Ja, weiß ich jetzt gar nicht.
00:23:34: Ich glaube, es ist gut, wenn man als MC einmal mit Chili Gonzalez auch sowas macht.
00:23:38: Ansonsten hat Rap dann doch... viel mit Beats zu tun, weißt du?
00:23:42: Also werden wir spät, wir haben nachher noch einen aufsteigenden Rapper im Programm, der gute Beats hinten rum zu laufen hat.
00:23:50: Also ich weiß gar nicht, ob ich eine LP hören wollen würde von irgendeinem Sprechgesang-Artist oder einer Artistin.
00:23:57: Ohne
00:23:57: Beats.
00:23:57: Ohne Beats.
00:23:58: Und es hat einfach Poetry's
00:23:59: Lamb.
00:23:59: Ja, genau,
00:24:00: dann wird es zu Poetry's Lambic.
00:24:02: Das ist nix für mich.
00:24:03: Da möchte ich nicht mitmachen.
00:24:06: Freunde und Freundinnen... Und Non-Binary-Unterstützerinnen dieses Formats werden wissen, nach dem dritten Song, nach dem dritten neuen Song geht es eigentlich in die Ecke mit den historisch wertvollen Klingen aus der Vergangenheit.
00:24:19: Das möchten wir in dieser Woche weglassen, denn wir haben eine Live-Session im Angebot, die wir unbedingt spielen wollen.
00:24:24: Die
00:24:24: erste Live-Session im Goal.
00:24:25: Richtig,
00:24:26: die erste Live-Session, die wir hier... produziert haben in den Räumlichkeiten, die er mitfinanziert.
00:24:31: Auch dafür noch mal vielen Dank.
00:24:32: Fanclub.com ist die richtige Adresse, um damit zu machen.
00:24:35: Fanclub mit K. Jetzt haben wir es zum ersten Mal, wie gesagt, geschafft, hier eine Live-Session auf die Schiene zu bringen.
00:24:42: Und da muss man dir danken, Ulle Hefliger, denn du hast den Künstler ran geholt.
00:24:45: Ein Mann aus der Schweiz und seine zwei Schwestern, Mathieu.
00:24:48: Ja, letzten
00:24:48: Sommer habe ich ihn ja hier schon mal vorgestellt mit Medada.
00:24:51: Ja.
00:24:52: Da wusste ich noch nicht, dass das dann mal ein Vorbote sein wird auf sein neues Album Aura.
00:24:57: Das erscheint jetzt Mitte Februar.
00:24:59: Und ist ausschließlich auch retro-omanisch, diese vierte Landesprache der Schweiz.
00:25:04: Was interessant ist, weil ich verstehe selber kein Wort.
00:25:07: Keiner versteht das, oder?
00:25:08: Nur die Leute da oben im Berg, die das noch sprechen, das sind sehr wenige Menschen.
00:25:12: Wie viele Prozent von der Schweizer Bevölkerung?
00:25:13: Ein halbes.
00:25:14: Ein halbes Prozent.
00:25:15: Also nicht so viele?
00:25:16: Nee, das sind nicht so viele.
00:25:17: Aber es ist super interessant, weil man manchmal das Gefühl hat, es klingt wie italienisch, dann wieder hat es so eine ähnliche Phonetik wie polnisch, oder so.
00:25:24: Es ist ganz merkwürdig.
00:25:25: Portugiesisch, meintest du mal, ne?
00:25:27: Ja, portugiesisch natürlich auch drin.
00:25:29: Das Lustige ist ja, es basiert in der Tat auf vulgär Latein.
00:25:34: auf Vulgär Latein.
00:25:35: Das ist das Latein, was eben nicht von den Senatoren gesprochen wurde oder was geschrieben wurde, sondern das, was auf der Straße gesprochen wurde.
00:25:40: Und das ist natürlich auch die Basis für andere romanische Sprachen.
00:25:44: Aber beim Retoromanischen haben sich ganz viele alte Ausdrucksweisen aus dem Vulgerlatein quasi unverändert in die Gegenwartssprache gerettet.
00:25:53: Acharismen, sagt man dazu, habe ich jetzt auch gelernt im Rahmen der Recherche zu diesem Künstler.
00:25:57: Und ich finde das wirklich toll.
00:25:59: Also es gibt ja auch ein Video, das wir gedreht haben, zu der Session, die wir gleich spielen werden.
00:26:02: Und da hört man, wie die drei Geschwistern nochmal miteinander reden auf der Mansch.
00:26:06: Ja, total.
00:26:07: Es ist ja wirklich ihre Muttersprache.
00:26:09: Und die Familie Defunz, also Matthias heißt Defunz, seine zwei Schwestern Tiziana und Nina, die auch mit dabei waren.
00:26:16: miteinander retromanisch, weil es ist ihre erste Sprache, ihre Muttersprache.
00:26:20: Und alles, was er tut, träumen.
00:26:23: Denken, rechnen, whatever, macht er alles auf retromanisch.
00:26:26: Und nur schon Schweizer-Deutsch ist die zweite Sprache.
00:26:29: Ja, ist abgefahren.
00:26:30: Und das Macht hat echt auch sehr sympathisch, finde ich, dann im Zuhören, weil es eine ganz eigene Farbe gibt, die man so eigentlich nicht kennt.
00:26:37: Also
00:26:37: für mich ist das ein bisschen wie Shigo Ross hören damals.
00:26:40: Da hat man ja nicht verstanden auch und hat trotzdem sich mit den Melodie-Bögen so angefreundet, dass man dachte, ja, ich fühl voll, was der Typ singt.
00:26:48: Also, hundertprozentig emotional, bin ich mit dem auf einer Wellenlänge.
00:26:52: und ähnlich ging es mir dann auch vor allen Dingen beim Farb bearbeiten noch, weil ich das Video ein bisschen farb bearbeitet habe, das wir jetzt gleich nicht sehen werden, aber hören.
00:27:01: Vor allen Dingen beim Nachbearbeiten habe ich manchmal gedacht, das ist so geil und ich verstehe nix.
00:27:04: und trotzdem fühle ich das voll.
00:27:07: Die Texte sich im deutschen oder deutsch übersetzt nochmal nachlesen.
00:27:11: Im Internet ist kein Problem.
00:27:12: Wir möchten euch aber jetzt erst mal reden lassen, wenn wir reinhören.
00:27:15: In die erste Session, die erste Live-Session aus dem neuen Goldstudio, hier ist Mathieu mit Dacasa an den Backing Vocals.
00:27:23: Tiziana und Nina Defunds.
00:27:25: Hallo zusammen, mein Name ist Mathieu, das ist meine Schwester Tiziana und Nina und wir singen heute Dacasa für euch.
00:27:53: Sorry.
00:28:00: Du siehst
00:28:08: noch mal.
00:28:12: Meine Stimme
00:28:12: ist langsam am Arsch nach
00:28:13: dieser Woche.
00:28:14: Sorry.
00:28:18: Okay, also nicht wegen euch, wegen dieser Woche.
00:28:34: Die Goldstückliste, die haben die Künstler
00:28:42: hier im Trees geklärt.
00:28:43: Alright, next
00:28:46: one.
00:28:48: Hello zusammen, mein Name ist Mathieu, das ist meine Schwester.
00:28:52: Tiziana und Nina und wir singen heute für euch Dacasa Bien de Vertiment.
00:31:00: Ich bin zu Hause.
00:32:00: Matthew mit The Casa ein Liebeslied.
00:32:04: So viel können wir schon verraten.
00:32:05: Ich habe den übersetzten Text auch mal durchgelesen.
00:32:09: Ja, es ist einfach eins zu eins ein Liebeslied.
00:32:10: Ich möchte euch aber auch weiter Rätsel lassen.
00:32:14: Als sie den Künstler hier hatten, haben wir ihn nicht nur live spielen lassen, sondern wir haben auch ein paar Fragen gestellt, Urlehefliger.
00:32:20: Du wolltest von ihm wissen, warum?
00:32:22: Retoromanche oder Ramonch, sagen sie, glaube ich selber.
00:32:25: Ja,
00:32:26: ich glaube einfach, dass es authentisch sein soll, wenn man Musik macht.
00:32:33: Und ich habe auch schon tatsächlich in Englisch gesungen bei meinen früheren Projekten.
00:32:37: Und das hat auch geklappt.
00:32:39: Aber ich habe wie gemerkt, ich kann mich nicht so gut ausdrücken.
00:32:42: Das bin nicht so fest ich.
00:32:44: Und dann will ich mir auch meine Musik und diese persönlichen Stücke in diese Sprache schreiben.
00:32:49: Es geht um den Ausdruck auch.
00:32:52: Und ja, es
00:32:54: gibt
00:32:56: auch in Deutschland viele Leute zum Beispiel, die Englisch singen.
00:32:59: Und das kann cool sein, wenn man gut Englisch kann.
00:33:01: Aber ich kann persönlich auch nicht so gut Englisch.
00:33:04: Darum ist es für mich, dass romanisch, weil das für mich auch einfach... authentisch ist und die Sprache, die zu mir gehört.
00:33:10: Und es gibt auch nicht so viel romanische Musik.
00:33:13: Von daher möchte ich das gerne so beibehalten.
00:33:17: Ja, mach das.
00:33:18: Ihr sprecht ja auch die Sprache untereinander.
00:33:20: Also wirklich, wenn man dich mit deinen Schwestern sprechen hört, ihr sprecht romanisch.
00:33:24: Nur.
00:33:25: Ja.
00:33:25: Es ist, das Red Romanische hat ja auch einen ganz anderen Sing-Sang als das Schweizerdeutsche.
00:33:30: Also spürst du das auch beim Singen, dass das viel besser fließt?
00:33:34: Ja, ich denke schon.
00:33:35: Also... Die romanische Sprache, die retro-romanische Sprache, ist eine sehr melodiöse Sprache mit vielen Vokalen und ich finde es einfach auch wunderschön auf diese Sprache zu singen, weil die Sprache schön klingt.
00:33:50: Ja, das ist sicher auch ein Punkt, der mir Spaß macht an meine
00:33:54: Muttersprache.
00:33:55: Ja, die Liebe zu seiner Muttersprache, zu seiner ersten Sprache, die beschäftigt mich ja auch.
00:34:01: Sag ich dir auch oft, dass das Schweizerdeutsche mir halt so nahe geht, weil ich das wie aus dem Bauch ausspreche.
00:34:06: Und wenn ich Deutsch rede, fühle ich mich im Kopf.
00:34:09: Das geht schon okay.
00:34:10: Du träumst auch auf wie zu Deutsch?
00:34:11: Das weiß ich nicht mehr.
00:34:13: Du träumst
00:34:13: nicht mehr, das ist vorbei.
00:34:14: Die Zeit der Träume ist vorbei.
00:34:16: Nee, ab fünfevierzig sind Träume aus, ist out.
00:34:22: Ich fühle mich einfach sehr zu Hause in meinem
00:34:24: Schweizerdeutsch.
00:34:24: Ja, das merkt man auch.
00:34:25: Manchmal geht das so ein richtiges Lagerfeuer in deinen Eugeln auf oder an.
00:34:29: Ja, wirklich, wenn man irgendwie einer reinkommt.
00:34:31: Eine Bergfackel.
00:34:32: Ja,
00:34:32: wenn einer reinkommt und Schweizer Dütz spricht oder wenn jemand Schweizer Dütz singt.
00:34:35: Was ich jetzt interessant finde und was ich als Überleitung zur nächsten Künstlerin anbietet, ist die Tatsache, dass Mathieu gesagt hat, dass seine Sprache oder die Sprache Rätoromance für ihn besonders geeignet ist.
00:34:46: Um Pop-Texte zu schreiben, weil die eben einen schönen Klang hat.
00:34:49: Und man merkt das ja auch schon beim Hören.
00:34:52: Das klingt auf jeden Fall anders als Deutsch, klingt auch anders als Schweizerdeutsch, klingt halt mehr nach Italienisch oder manchmal nach Spanisch.
00:34:57: Viel mehr Vokale, weniger... laute aus der Kräle hinaus.
00:35:02: Insofern sehr, sehr gut geeignet für Melodein.
00:35:06: Jetzt ist es aber nicht so, dass die anderen Künstler in der Schweiz sagen, ja gut, dann muss ich jetzt auch auf Retteroman schreiben, weil das hat ja viel schönerer Melodiebögen in sich, sondern die veröffentlichen nach wie vor Schweizer Dütche Text.
00:35:17: Und da ist jetzt eine Künstlerin dabei, die mit Zigaret eben diese, diese keeligen Laute auch noch mal mitreindringt in die Charts.
00:35:25: Ja, es ist ja lustig, dass sie hier eine kleine Schweizer Reise auch veranstalten darf und Goldstück riecht.
00:35:30: Ich meine, wir hatten Bären, hatten wir ja schon ausführlich besprochen, retromanisch jetzt mit Mathieu und neu, Melina, aus dem Wallis.
00:35:38: Wallis ist quasi im Südwesten, der Kanton Wallis, ist ein zweisprachiger Kanton, da spricht man zum einen Walliserditsch.
00:35:45: Ja, und die Vögel heißen der Wallis-Bird.
00:35:47: Genau.
00:35:48: Entschuldigung.
00:35:48: Gott.
00:35:49: Zum einen spricht man Wallace Ditch und zum anderen spricht man Französisch.
00:35:53: Okay.
00:35:53: Weil dann der Übergang zum Lac Lémon oder Lémon quasi auch dann direkt am Wallis liegt, Montreux und so, das ist dann der Ausläufer vom Wallis.
00:36:02: Und Melina kommt aus dem Wallis, wohnt mittlerweile aber in Zürich.
00:36:06: Und was ich aber genauso toll finde bei Melina wie bei Mathieu auch, sie sagt das auch selber von ihrer Musik.
00:36:12: Man muss nicht alles verstehen, um es zu verstehen.
00:36:15: Ja, also... Eben mich hat das gerade im direkten Vergleich mit Matteo dann wieder darauf aufwärts dann gemacht, habe ich hier gerade auch schon durchschimmern lassen in der Moderation.
00:36:25: dass es aus meiner Sicht echt schwerer ist, mit Schwietzertütsch oder Wadrissertütsch Texte zu schreiben, die so ein Flow kriegen.
00:36:32: Also im Rap wiederum, haben wir auch schon mal ein Beispiel gehabt, ist es ja ganz geil, wenn du so zwischendurch sein kannst, ist es so hart.
00:36:38: Und im Sprechgesagen kannst du damit irgendwie auch geile Pausen setzen oder Akzente setzen.
00:36:42: Aber wenn du eine richtig schöne Melodie bögen, wenn du die einbringen willst in deine Musik, sind ja solche kehligen, laute eher schwierig.
00:36:49: Melina Nohr hat es aber ganz gut hinbekommen, finde ich.
00:36:51: Ja, total, wollte ich gerade sagen.
00:36:53: Und das ist ein unfassbarer.
00:36:54: Das ist die erste EP rausgekommen, Land Doppu.
00:37:00: Jetzt kommt genau ein Jahr später, am zwanzigsten März, ihre zweite EP mit Moment.
00:37:05: Und darauf wird Zigaret auch enthalten sein.
00:37:07: Sehr schön, finde ich, im Röhrfraher, dass sie wirklich dann singt.
00:37:10: Ja, ich möchte diesen Moment schon behalten.
00:37:12: Und wie kann ich das denn irgendwie zu mir finden, bei mir bleiben?
00:37:15: Wo ist mein Zuhause?
00:37:17: Ja, du hast den Part, den du gerade vorgelesen hast.
00:37:22: Kannst du den auch im Original vortragen?
00:37:24: Ja,
00:37:25: das ist mehr so die Meta-Ebene, um was es hier geht in der Miet.
00:37:29: Aber am Schluss sagt sie, dieser Moment dauert genauso lange wie eine Zigarette.
00:37:32: Aha.
00:37:33: Und am Schluss ist sie aber schlecht von dieser Zigarette.
00:37:35: Aha.
00:37:36: Was ist das für dich denn auch noch schön?
00:37:37: Das ist für dich nachvollziehbar, ne?
00:37:39: Ja, genau.
00:37:39: Weil du ja irgendwann mal aufgehört hast zu rauchen und seitdem immer wieder wenn du es mal versuchst, leicht einsitzen und keine Termine kommen, gibt man einen Einzug von deiner Zigarette, dann wird dir schlecht.
00:37:47: Ja, diese Harald Junke-Zigaretten sind wirklich der blöde Sinn.
00:37:50: Also, die machen überhaupt keinen Sinn.
00:37:51: Welche Harald
00:37:51: Junke-Zigarette?
00:37:53: Welche Harald Junke-Zigarette?
00:37:54: Der Spruch kommt da von ihm.
00:37:55: Keine Termine und leicht einsetzen, diese Haradiuke.
00:37:58: Und ich hab achtzehn Jahre geraucht, wirklich jeden Tag eine Schachtel und hab dann zur Geburt meiner Tochter aufgehört vor vierzehn Jahren und seit dann nicht mehr geraucht.
00:38:06: Wollte aber immer wieder rauchen und mir wird's einfach kurz überschlecht.
00:38:09: Ja.
00:38:10: Und dann ist Melina Nora noch als Erinnerung da, als Erinnerungsstütze und sagt dir, Juli, mach's auch besser, nicht?
00:38:15: Denn dir wird schlecht, genau wie mir.
00:38:17: Genau.
00:38:17: Hier ist Melina Nora aus der ... Aus dem Wallis.
00:38:23: Ich hab mich nicht getraut, das zu sagen.
00:38:25: Kennst du
00:38:25: noch Pirmin Zurbriken, den Skifahrer?
00:38:27: Ja, klar.
00:38:28: Der ist auch aus dem Wallis.
00:38:29: Das hört sich eher so nach Finnland an.
00:38:31: Nee, nee, der war der beste Schweizer Skifahrer.
00:38:34: Der Finne.
00:38:35: Pirmin Zurbriken.
00:38:37: Sorry, liebe SchweizerInnen.
00:38:38: Hier ist Medina Nora mit Zigaret.
00:38:40: Ich gehe auch nicht immer die Wahl.
00:39:01: Nur noch ist sie rum, wälte ich unter.
00:39:09: Bin so gestrichen, fällt und mich wieder.
00:39:14: Sind nur Schötze, noch ein bisschen
00:39:19: langer, noch gereichert.
00:39:25: Das ist ihr Sicht, ihr Gebatt und das Geheimnis.
00:39:39: Unter, noch vom
00:40:13: Sieger.
00:40:32: Cigarette haben wir gehört von der Melina Nora.
00:41:21: Ihre neue zweite EP wird Moment heißen und am zwanzigsten März erscheinen.
00:41:25: Einen Tag später, da freue ich mich sehr darauf, weil ich da auch da hingehe, spielt sich beim M.V.
00:41:30: Music in Zürich das so ein Musikfestival und da tritt sie auf mit einem Chor.
00:41:35: Also ich glaub, das
00:41:36: wird richtig
00:41:36: gut.
00:41:37: Apropos Chor und Musik aus der Schweiz, ich hab von Matthew auch... Da haben wir ja noch ein zweites Stück aufgenommen, könnt ihr auf unserem YouTube-Kanal gucken.
00:41:44: Siami heißt das Akapella, also nur er und seine Schwestern.
00:41:47: Und von Siami habe ich eine Chor-Version gefunden im Internet, wo halt irgendein Jugendchor in der Schweiz, in den Bergen das Ding singt.
00:41:56: Mehrstimmig, das ist ganz schön geil.
00:41:58: Mega.
00:41:58: Mega super.
00:41:59: Also da auch noch mal eine kleine Kuckempfehlung.
00:42:02: Wenn ihr unsere Videos durchgeguckt habt, dann geht auch noch mal... auf die Suche nach dieser Siami-Version.
00:42:06: Und herzlichen Dank auch nochmal an Arne, der hier diese Session aufgenommen hat.
00:42:10: Arne Schumann, der ist eigentlich auch ein Teil vom Produzententeam, das Matiu schon seit Jahren begleitet.
00:42:16: Die haben hier in Berlin, in Charlottenburg ein Studio.
00:42:19: Schumann und Bach, also die passende Weise.
00:42:22: Josef war nicht mit dabei, das ist der Bach-Typ.
00:42:24: Aber Arne hat sich super aufgenommen, mit der Regie aufgebaut, hier im Eiraum.
00:42:28: Stereo,
00:42:29: Mikrofon, MS, Stereo und ab geht das.
00:42:32: Love it.
00:42:32: Ja,
00:42:33: finde ich auch sehr.
00:42:34: Sehr gut.
00:42:35: Wir machen weiter im Programm mit Musik von der Queen of Effortless Indie-Tunes.
00:42:43: Ihr Name ist hier sehr, sehr oft schon erwähnt worden.
00:42:45: Und trotzdem haben wir, das hat mich gewundert, noch nie ein Song von ihr gespielt.
00:42:48: Das Goldstücklier-Heu-Format präsentiert mit Stolz und freut er endlich mal.
00:42:52: Ein neuen Song von Courtney Barnett.
00:42:55: Das ist der Grund, dass wir hier Courtney noch nie gespielt haben, liegt darin.
00:43:00: dass die Alben, die in der Zeit rausgekommen sind, wo wir das Goldstückchen gemacht haben, nicht wirklich so gut waren wie ihr Frühwerk, um das mal hier zu sagen.
00:43:09: Jetzt aber, finde ich, hat sich zurückgefunden zu ihrer alten Stärke, zu ihrer eigenen Stärke, weil ich war bei dieser Superlistning-Session da in der Barbobu im Friedrichstein vor ein paar Wochen.
00:43:19: Und da hat sie vor hundert Leuten einfach so neue Songs vorgespielt, ganz alleine auf der E-Gitarre.
00:43:24: Und dann aber auch noch vom Album und das ist so gut geworden.
00:43:27: Also du hast schon sozusagen eine Aussicht auf dieses Album genießen können, obwohl es noch lange nicht raus ist.
00:43:34: Erst am siebenzwanzigsten Dritten kommt ja Creature of Habit in die Läden.
00:43:40: Jetzt sind schon zwei oder das ist jetzt die zweite Single, die von dieser Platte vorveröffentlicht worden ist.
00:43:44: Und die hat mich dann in der Tat auch erinnert an das Frühwerk von Courtney Barnett.
00:43:48: als kennengelernt mit Avent Garden.
00:43:52: Das hat sie bei Jimmy Fallen gespielt, habe ich zufällig geguckt und da war ich sofort Fan und habe dir auch sofort gesagt, wer ist diese Courtney Barnett?
00:43:57: und dann haben wir beide sofort Fan und haben sie seitdem auch nicht mehr aus dem Augen verloren.
00:44:01: und du hast aber recht, die letzten Platten waren alles so ein bisschen so, das fehlt mir so ein kleiner Minimü, um es richtig geil zu finden.
00:44:08: Und das liegt vielleicht auch daran, dass sie in der Zeit, in der ihre mediocre Platten rauskam, dass sie da eine eigene Plattenfirma hatte und sich dann auch um Milk Records eben kummern musste.
00:44:19: Sie hat dann irgendwie andere Artists eingestellt und war eben auch Chefin von der Plattenfirma.
00:44:23: Vielleicht war das dann doch nicht so eine gute Idee, wie man immer am Mut maßt, dass man als Indie-Künstler irgendwann seine eigene Plattenfirma aufmacht und dann sind alle Probleme weg oder so, ne?
00:44:31: Ja,
00:44:32: jetzt ist sie aber umgezogen von Melbourne.
00:44:34: Da war sie ja zu Hause nach Los Angeles, nachgezogen quasi zu Stella Moskva.
00:44:39: Das ist die Schlagzeugerin von Warpaint, ebenfalls auch Australerin, die aber schon sehr lange in Los Angeles wohnt.
00:44:45: Und die beiden machen schon seit Jahren Musik.
00:44:47: Und Stella hat jetzt auch geholfen beim neuen Album zusammen mit John Congleton, den man auch kennen könnte, weil da wirklich einfach
00:44:55: alles produziert hat,
00:44:57: was nicht bei drei auf dem Indie-Baum war.
00:44:58: Das war wirklich unfassbar.
00:45:00: Wenn wir mit John Congleton Bands aufzählen sollten, die John Congleton produziert hat, würde das den Rahmen sprengen?
00:45:06: Es wäre kürzer, auf das ihr welche Bands dann nicht produziert habt.
00:45:09: Genau.
00:45:09: So ungefähr.
00:45:11: Courtney Barnett hat sich jetzt für diesen nun folgenden Song, Woksa Hachi, mit dran geholt.
00:45:15: Katie Crutchfield, besser bekannt als Woksa Hachi, auch schon oft Thema gewesen hier im Podcast.
00:45:21: Das Lied ist vier, fünf Mal aufgenommen worden, hat nie so richtig geklungen, irgendwas hat gefehlt.
00:45:25: Und als Courtney Barnett dann auffielte, dass da eigentlich nur eine Harmonie fehlt, hat sie Katie angerufen und hat gefragt, kannst du das machen?
00:45:31: Zack-Bombi sind ins Studio gegangen und fertig war der Lack.
00:45:35: Zeitanziehen heißt das Stückchen, das natürlich ein bisschen von dem Thema Entwicklung erzählt.
00:45:42: Man muss irgendwann da ankommen an dem Ort, den man so noch nicht gesehen hat.
00:45:45: Vielleicht ist das wichtig für die persönliche Entwicklung und für einen selber.
00:45:49: Zeitanziehen jedenfalls heißt das gemeinsame Stück, das schon mal hinweist auf die Platte Creature of Habit.
00:45:53: Die kommt am siebenzwanzigsten Dritten raus.
00:45:54: Hier sind von dieser Platte Courtney Barnett und Waqsa Hatchi
00:45:58: bei Goldstück wie hau.
00:47:07: Ach, das ist gut.
00:48:34: Ich freue mich sehr auf dieses neue Album von Courtney Barnett.
00:48:37: Creature of Habit kommt Ende März.
00:48:39: Das waren weitere Vorbote, die erste Single.
00:48:41: Stay in your lane, die kann man schon letztes Jahr in den November raus.
00:48:45: Die fand ich nicht so gut.
00:48:46: Die war so ein bisschen langweilig.
00:48:48: Ja, und die war auch so ein bisschen so auf Krawall gebürstet.
00:48:52: Aber also wirklich auf Krawall gebürstet, dass eigentlich die Frisur war eigentlich so ein mittelscheitel, blonder Junge, weißt du, der gerade so eine richtig gute Klassenarbeit nach Hause bringt?
00:49:03: Und dann wird der so auf Krawall gebürst und kriegt dann so ein Iro auf den Kopf frisiert, obwohl er einfach kein Panker ist.
00:49:09: So war das ungefähr.
00:49:11: Yeah, can't make it unseen.
00:49:13: Jetzt habe ich den mittelscheitel vom blonden Junge, der mich
00:49:15: ritt in meinem
00:49:15: Kopf jetzt.
00:49:16: Aber ich glaube, der Hintergrund war der, weil sie haben einen Slot gekriegt bei Jimmy Fallen.
00:49:21: Und die Platte war noch nicht fertig.
00:49:23: Außer wahrscheinlich Stay In Your Lane, der war fertig gemischt und gemastert und dachte, komm, wir spielen einfach den.
00:49:27: Noch
00:49:28: eine krassere Theorie ist, Jimmy Fallen sagt, ihr könnt bei mir spielen, die so, wir haben überhaupt kein Song fertig.
00:49:33: Ja, aber dann lasst doch schnell einen machen.
00:49:34: Ja, wollen wir das super experimentell schnell noch machen für Jimmy Fallen?
00:49:37: Dann so, nee, nee, Stay In Your Lane.
00:49:38: Ja, komm, schreiben wir schnell.
00:49:39: Okay,
00:49:40: viel besser.
00:49:40: Weißt du, ich meine?
00:49:41: Ja, ist gut.
00:49:41: Könnte auch.
00:49:42: Nehmen
00:49:42: wir, deine nehmen wir.
00:49:44: Courtney Barnett und Woksa Hatschi müssen Platz machen für ein Kollektiv, das angeführt wird von einem Mann, der vielleicht gar nicht dazu geeignet ist, Kollektive zu führen.
00:49:54: Ich weiß es nicht genau, denn es gibt Stories aus dem Background dieses Kollektivs, bei denen man sich fragt so, Klingt erst mal unangenehm.
00:50:04: Wir reden von Infloh und seinem Projekt Salt, S-A-U-L-T geschrieben.
00:50:09: Die haben nämlich ein neues Material fertig, was jetzt nicht so besonders ist.
00:50:11: Die veröffentlichen ja so schnell und so viel immer wieder, dass man da kommt, noch hinterher kommt.
00:50:16: Jetzt gibt es aber so eine komische zweite Ebene zu dieser Platte, die man mit erzählen muss.
00:50:21: Ja, die zweite Ebene war dann auch Grund, dass es jetzt doch zwei Jahre still war um Salt.
00:50:26: Die Pause, die ist entstanden, weil eine lange Weggefährtin, nämlich Lil Simms, Infloh verklagt hat vor Gericht auf Millionenhöhen, man weiß nicht genau wieso, weil es ihm vorwirft, ohne mich wärst du gar niemand.
00:50:41: Wir haben quasi zusammen das alles aufgebaut und irgendwas ist da passiert.
00:50:45: Ja, also es gab, es gab ja wohl irgendwie eine Art, wie soll man sagen, Vorschuss von Infloh für Little Sims oder so eine Art ... Kredit?
00:50:58: Ah, von der Plattenfirma.
00:50:59: Ja,
00:50:59: es ist alles sehr undurchsichtig.
00:51:03: Okay.
00:51:03: Und das Geile ist jetzt, dass Inflo sagt, ja, oder Inflo hat offensichtlich nicht damit gerechnet, dass Little Sims ohne ihn was wird.
00:51:10: Little Sims hat in ihrem Song Thief irgendwie die Zeilen trennen, wo sie sagt so, ja, hast du wohl geglaubt, dass ich ohne nichts fährle?
00:51:16: Jetzt bin ich aber noch geiler geworden ohne dich.
00:51:19: Also da ist auf jeden Fall einiges im Busch.
00:51:22: Und also für mich ist das ein bisschen, also die ganze Geschichte, deswegen habe ich das vorhin so formuliert, ist für mich jetzt keine, in der das Wort Kollektivvorkommen müsste oder vorzukommen scheint.
00:51:33: Weißt du, das gehört eigentlich nicht rein.
00:51:35: Ja, ich glaube auch.
00:51:36: Und interessant ist, ich meine... Die Platten bis zur letzten von Lil Simps bis Lotus haben sie ja wirklich alle zusammen gemacht.
00:51:43: Also Lil Simps und Inflo, die waren schon so eine Art Duo für uns ja auch gefühlt.
00:51:48: Und das dann tief, der Song von dem du gerade sprachst, gleich auch der Opener ist von Lotus, von ihrer letzten Platte, wo sie einfach drei Minuten über Inflo herzieht.
00:51:57: Das ist schon krass.
00:51:58: Ja und was man aber auch feststellen muss ist, dass ich kenne alle Lil Simps Platten.
00:52:03: Die Lotus ist halt die geilste, ist einfach so.
00:52:05: Das klingt am geilsten, sind der geilsten Raps drauf.
00:52:07: Manchmal ist es vielleicht auch so eine Wut oder so ein Gefühl der, weiß ich nicht, der Missgunst.
00:52:15: Vielleicht ist es manchmal gar nicht so schlecht, wenn es nur ein bisschen ist, wenn das mit rein spielt.
00:52:19: Und
00:52:20: für uns als konsumierende Menschen ist das ja noch besser, weil wir haben jetzt zwei tolle Platten.
00:52:25: Nicht nur Lotus-Gekit von Little Sims, sondern auch das neue Album von Zolt.
00:52:28: Und ich muss sagen, ich... Ich bin mal wieder Fan.
00:52:31: Ich bin zufrieden.
00:52:32: Und ich frage mich aber, die Gastzeit muss man da jetzt nicht, muss man da jetzt nicht auf irgendeine Seite.
00:52:35: Man hat ja eigentlich in den letzten Monaten festgestellt, dass es doof ist.
00:52:38: Sich so... immer für eine Seite entscheiden zu müssen.
00:52:41: Man ist ja nicht beim Fußballspiel, man kann ja auch mal mehrere Perspektiven verstehen zum Beispiel.
00:52:46: Mehrere beste Mannschaften haben.
00:52:47: Genau, aber das ist jetzt was, was mir hier auch ein bisschen schwerfällt.
00:52:51: Ich habe die ganze Zeit das Gefühl, ich bin Team Little Sims.
00:52:55: Lassen wir uns das mal rausspülen aus dem Kopf dieses Gefühl von der Musik.
00:52:59: Nee, das dachte ich auch, aber ich habe den Song ja zuerst gehört und habe ich in der Song verliebt.
00:53:03: und diese Hintergrund-Story, die habe ich erst nachher mitgekriegt, wo ich dachte so, ja, aber Ich kann doch jetzt diese Liebe, die ich zum Song empfunden habe, nicht einfach
00:53:10: abstellen.
00:53:11: Weißt
00:53:12: du?
00:53:12: Ja.
00:53:13: Künstler und Künstler voneinander trennen, heißt es an dieser Stelle.
00:53:16: Vielleicht, sie weiß es nicht.
00:53:17: Salt with good things will come after the pressure.
00:53:22: Was will uns der Künstler damit sagen?
00:53:40: Ah, das ist schon gut.
00:54:17: Ich muss sagen, es ist schon gut.
00:57:01: Gefällt mir sehr.
00:57:01: Good Things Will Come After Press, haben wir gehört, von Salt, von ihrem neuen Album Chapter One.
00:57:07: Also wirklich anscheinend auch erstes Kapitel für Infloat, dass er ein Neuanfang wagt.
00:57:11: Klingt aber überhaupt nicht nach Neuanfang.
00:57:12: Nee,
00:57:13: es klingt wie Salt immer klang.
00:57:14: Und da muss man dann auch sagen, ja, dann vielleicht ist es dann doch nicht die Ausgangsposition, als Producer so eine Riesenfresse zu haben, wenn man irgendwie so ein Signature-Sound jedes Mal wieder... auf die Platte bringt.
00:57:24: Das hat man einmal gelernt, da muss man auch nichts Neues mehr lernen.
00:57:27: Also es ist jetzt auch nicht so geil.
00:57:29: Und ich habe jetzt auch beim Draufhören gemerkt, das ist wirklich wieder sehr, sehr luftig und jede Frequenz hat seine Stelle und man hat überhaupt nicht das Gefühl, dass sich irgendwas stört gegenseitig.
00:57:38: Das ist aber jetzt auch nicht unbedingt ein krasser Producer-Trick von Influencer, sondern es ist ja schon beheimatet sozusagen in der Komposition und im Arrangement des Stückes, bevor es ins Studio geht.
00:57:47: Denn das sind einfach alles Signale, die sich auch im Proberaum noch nicht gestört haben, weißt du?
00:57:52: Also, ja, schwierig.
00:57:56: Aber sagen wir mal so, wenn man den Genie-Anteil irgendwie beziffern müsste, hab ich das Gefühl, dass Little Sims mehr Genie-Anteil hat als Info.
00:58:06: Ja, aber man muss jetzt die alten Little Sims-Platten auch nicht verklären.
00:58:10: Also die Platte vor Lotus, die war auch mega.
00:58:12: Ja, natürlich.
00:58:13: Aber egal, ich glaub jedenfalls, dass Little Sims eigentlich mehr zur ...
00:58:18: Also doch Team Little Sims.
00:58:20: Ja, ja, total.
00:58:21: Eigentlich total.
00:58:22: Ich habe mich einem weiteren Team nochmal angeschlossen.
00:58:25: Und zwar einem Team aus dem Hessischen, nehme ich zumindest mal an.
00:58:28: Es gibt so eine Zeit, die auf Hessen verweist.
00:58:31: Mehr weiß man auch nicht, über O.M.A.
00:58:33: den neuen Stern am Rap-Himmel.
00:58:37: Roman Spratte heißt da mit bürgerlichem Namen.
00:58:40: Und er hat sich mit einem Producer zusammengetan, der das beste Producer-Tag überhaupt hat.
00:58:44: Und zwar das Producer-Tag EQT.
00:58:46: Also EQT, die drei Buchstaben.
00:58:49: Da denkt man erst mal ja gut, was soll das heißen?
00:58:50: Wenn man es aber dreimal ausgesprochen hat und ein bisschen französisch kann.
00:58:52: Naja, EQT!
00:58:52: QT!
00:58:52: QT!
00:58:53: QT!
00:58:53: QT!
00:58:53: QT!
00:58:53: QT!
00:58:53: QT!
00:58:53: QT!
00:58:53: QT!
00:58:53: QT!
00:58:54: QT!
00:58:54: QT!
00:58:54: QT!
00:58:54: QT!
00:58:55: QT!
00:58:55: QT!
00:58:55: QT!
00:58:55: QT!
00:58:55: QT!
00:58:56: QT!
00:58:56: QT!
00:58:56: QT!
00:58:56: QT!
00:58:57: QT!
00:58:57: QT!
00:58:58: QT!
00:58:58: QT!
00:58:58: QT!
00:58:58: QT!
00:58:58: QT!
00:58:59: QT!
00:58:59: QT!
00:58:59: QT!
00:58:59: QT!
00:58:59: QT!
00:58:59: QT!
00:59:00: Und die beiden haben jetzt eine IP noch mal zusammen rausgebracht.
00:59:04: Die heißt das Beste vom Alphabet, O, M, A und E, Q, T. Ich denke, es ist irgendwie ganz cool.
00:59:10: Und das habe ich mir zufällig reingespielt worden auf den Socials.
00:59:13: Und ich dachte mir so, das ist ja ganz geil.
00:59:15: Und es sind alles noch so junge Menschen.
00:59:17: Also ich weiß jetzt nicht genau, es sind auch wenige biografische Details über den Künstler.
00:59:22: bekannt.
00:59:22: Aber das sieht alles so aus, wenn die so in ihren ganz frühen Zwanzigern oder vielleicht noch ein bisschen drunter.
00:59:27: Und die haben aber dann auch ganz, ganz tolle Stücke veröffentlicht.
00:59:30: Also es sind drei Stücke auf dieser IP und ich konnte mich gar nicht entscheiden, welchen ich jetzt hier nehmen soll.
00:59:35: Soll ich Doom Scroll nehmen oder Stress in deiner Mediathek?
00:59:38: Ich glaube, ich nehme Stress in deiner Mediathek, weil ich den irgendwie auch noch geiler finde.
00:59:43: Aber es ist einfach so gut gerappt und hat so einen eigenen Humor.
00:59:47: Das finde ich sehr, sehr gut.
00:59:48: Der nennt sich oft der mittelmäßigste MC der Welt.
00:59:51: seinen Stücken und steht als solcher auf der Bühne.
00:59:54: Außer der Bisse einer, der sagt, wenn du mich ficken willst, musst du mich erst mal küssen.
00:59:58: Was ich
00:59:58: auch einfach sehr gut trenne.
01:00:01: Und dann hat er zum Beispiel mit irgendwie Doom Squad auch ein wirklich geiles sozialkritisches Lied zum Thema dauernd mit Reels rumhängen, komponiert.
01:00:09: Also dieses ständige, ach eins noch, eins noch, eins noch.
01:00:12: und dann gibt's dann so eine Stelle in dem Song, wo er irgendwie auf dem Klo sitzt und da kann er mal nicht mehr aufstehen, weil mittlerweile die Füße eingeschlafen sind und überhaupt alles eingeschlafen haben, aber die Daumen funken.
01:00:25: Und den haben wir jetzt hier zum ersten Mal bei.
01:00:29: Goldstückler Heu mit dem Stück, ich sage jetzt mal, ich nehme Stress in deiner Mediathek, das ist der Einstieg.
01:00:33: Ich glaube nicht
01:00:34: nur zum ersten Mal im Goldstückler, sondern zum ersten Mal in irgendeinem Medienformat.
01:00:39: Das kann sein, dass wir jetzt dafür verantwortlich sind.
01:00:41: Und da wäre ich dann auch ein bisschen stolz drauf unter Umständen, dass wir jetzt dafür verantwortlich sind, dass OMA und EQT zum ersten Mal im deutschen Radio laufen, nämlich hier auf Heu in Hamburg.
01:00:50: Und dann später war uns im Podcast, da wäre ich wirklich ein bisschen stolz drauf.
01:00:54: Und ich glaube auch, dass wenn die jetzt nicht das Ganze wirklich nur so als Scherz gedacht haben, sondern weitermachen.
01:01:01: Also EQT kann auch gute Beats machen.
01:01:02: Ich glaube, der kann auch für andere produzieren.
01:01:04: Aber ich glaube, dass die beiden sich auch ein bisschen gefunden haben.
01:01:07: Und ich möchte definitiv ihn auch mehr hören.
01:01:10: von diesem Duo beziehungsweise von OMA als MC und von EQT als Producer, weil es ist einfach fresh im wahrsten Sinne des Wortes.
01:01:16: Ey, und don't judge the book by its cover, weil wenn man dem sieht, denkt man eher so sozial pädagogik, ne?
01:01:22: Also wenn ich den sehe auf sein Reels und so, denke ich hier, ja.
01:01:25: Ja, aber das ist aber auch ein neues Phänomen im Rap, dass man eben nicht so blingblingmäßig und mit Jogginghose auftreten muss.
01:01:31: Muss ja
01:01:32: gar nicht sein.
01:01:32: Genau.
01:01:33: Und was ja hier auch immer durchschimmert, ist eben eine klare Ablehnung von homofruben Tendenzen im Rap.
01:01:38: Das ist ja bitte hier.
01:01:39: komplett abgelehnt, beziehungsweise dekonstruiert, möchte ich schon fast sagen.
01:01:45: Das ist auf jeden Fall stark.
01:01:46: Wie gesagt, ich hoffe noch auf mehr von OMA und EQT.
01:01:48: Und wir hören Sie hier zum Abschluss, weil ich den Song einfach nicht weglassen konnte.
01:01:51: Ihr merkt, das ist einer mehr in dieser Woche, aber ich konnte den hier nicht weglassen.
01:01:54: Also nicht stressen nach einer Mediathek, sondern Liebe.
01:01:56: Nur Liebe in der Mediathek.
01:01:56: Liebe in eurer Mediathek, hier sind OMA und EQT bei Goldstückliahoi.
01:02:01: Wir sagen Tschüss, bis zum nächsten Mal.
01:02:08: Schon ne Mutterscheibe, Goldschmuck um den Namen, ich mach auf Art.
01:02:10: Wenn keiner guckt, dann küss ich meine Maben.
01:02:12: Mein Leben, mein einziger Tag ist schon Insta-Kommentar.
01:02:15: Alles Mist, der macht sich wieder größer als er ist.
01:02:17: Bin ich besoffen?
01:02:18: oder warum dreht sich alles nur um mich?
01:02:20: Ich bin dicht dran, mein Stuhljob zu frageln.
01:02:23: Und Peter Foxenase von der Asche abzupacken, alles neu.
01:02:26: Oma kocht jetzt feinstes Fleisch, ich stepp leid von Smike und Scheißerei.
01:02:29: Ja, ein Jahr noch, ein verficktes Gott verdammtes Jahr.
01:02:33: Dann lebe ich wie ein Märchen und presse Gold aus Maisch noch.
01:02:35: Sag noch einmal, dass du mein Album nicht kennst.
01:02:48: Was hältst du davon, wenn du ihn einfach alleine
01:02:50: machst?
01:02:51: Die melden sich irgendwie beide nicht so richtig.
01:02:53: und dann dachte ich, kack mal auf die,
01:02:55: du machst ihn allein.
01:02:57: Ja,
01:02:57: safe.
01:02:57: Dann schreibe ich auf jeden Fall
01:02:58: einfach noch irgendwie ein Part, vielleicht
01:03:00: noch ein dritter Strufe, ich muss noch gucken.
01:03:01: Und melde mich dann und
01:03:03: dann können wir
01:03:08: das einfach bei dir recorden.
01:03:12: Weil keiner mich fragt, nämlich Mario Bart So hart wie dein Vater mich mag, ey!
01:03:17: Ich hab aufgehört, um Klicks zu bitten.
01:03:19: Und mach jetzt Mucke zum Orangens auf dem Ritz verschütten Zum Wikis zippen und Nazis in ihr Fressbrett kicken.
01:03:24: Du willst mich ficken, doch davor musst du mich erst mal küssen.
01:03:27: Und da kann Noel gerne Songs für Liam schreiben So lange wie deine Freunde in Berlin bleiben.
01:03:31: Freestyle
01:03:32: in der Flussgängerzone für Kleingeld Weil mich seit diesem Liebhof erst Honda Civic.
01:03:38: Ich fahr Deutschland-Ticket Rumpa wie das Song.
01:03:40: sind eure trap-Blendels So Emma und Dekotene.
01:03:49: Ich würde das einmal alles noch mal so ein bisschen klingen und so und dann schicke ich das morgen alles rüber, alle Spuren und dann, genau.
01:03:58: Ich empfehle nochmal an oder schreibe dir einfach nochmal alles, was ich dazu zu sagen, genau.
01:04:03: Er wird in Szene, Alter, das ist richtig, richtig geil.
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